Gear Tests (5) – Tama HT530 vs. Yamaha DS-840


deutschland

Hallo zusammen,

bei diesem Test widme ich mich zwei Drummersitzen die ich beide ausführlich testen konnte. Dieser Vergleich spiegelt meinen subjektiven Eindruck wider und kann durchaus den Meinungen meiner Drummer-Kollegen widersprechen.

Folgende “Thrones” habe ich intensiv getestet:

Yamaha DS-840

Tama HT530

 185350  tama-1st-chair-ht530-wide-rider

Ursprünglich war ich auf der Suche nach einem Sitz der qualitativ wertig sein, aber meinen Geldbeutel nicht übermässig strapazieren sollte. Nach einigen Tests bei meinen Freunden von Cream Music, überzeugte mich der Tama HT530 trotz des relativ hohen Preises von 160 Euro. Wenn man schon einige Jahrzehnte als Drummer unterwegs ist, legt man sehr wohl Wert auf Qualität; speziell Tama hat hierbei immer überzeugt. Da ist man auch eher mal bereit den einen oder anderen Euro mehr zu zahlen. Diese angesprochene “bekannte” Qualität der Tama Produkte findet man auch beim HT530. Fangen wir also von unten nach oben an.

Das sehr stabile 3-beinige doppelstrebige Unterteil mit dem “Sit Tight-Rocklok” ist leicht auseinander und zusammen zu schieben. Nichts quietscht oder wackelt. Die Schrauben lassen sich leicht festschrauben und auch sehr leicht wieder öffnen. Einmal aufgestellt, scheint das Teil wie betoniert zu sein; so stabil steht es, egal auf welchem Untergrund.
Das “Sit Tight-Rocklok” versetzt einen in die Lage, sehr schnell die gewünschte Höhe (45,0 cm bis 64,0 cm) einzustellen und auch zu “programmieren” damit man diese Einstellung immer wieder findet.
Der breite sehr bequeme Sattel des HT530 ist ein weiteres Plus. Er macht auch längere Gigs/Rehearsals zu einer wahren Freude. Bis dato habe ich noch nie so bequem an den Drums gesessen. Aber eben dieser breite Sattel stellte mich auch vor mein erstes Problem:
Wie bekomme ich das Teil bloß in ein normales Hardware-Case?

Der breite Sattel passt nicht in jedes Hardwarebag. Da muß dann schon etwas Grösseres her. Da ich ohnehin ein breites Rollcase (Innenmaße 140 x 40 x 40cm) mein Eigen nenne, kommt der Sattel dann oben immer als Letztes darauf: passt aber gerade so! Viel schmäler hätte das Case dann auch nicht sein dürfen. Des weiteren viel mir auf, dass meine Beine zwar mehr als bequem auf dem Sattel auflagen, dies mich jedoch (gefühlt) bei schnellen Doublebass-Parts einbremst.  Um dies näher zu überprüfen rutschte ich auf dem Sattel weiter nach vorne, was zwar die Beinfreiheit erhöhte, jedoch den Bequemlichkeitsfaktor gegen Null tendieren ließ. In dieser unbequemen Sitzposition war es tatsächlich möglich schnellere Parts mit geringerem Aufwand auf meiner Demon zu spielen.

Diese Erkenntnis machte mich stutzig. Hmmm…., 160 Euro …., superbequem, aber ich kann nicht das Optimum aus meiner Demon herausholen????
Die Sättel anderer Anbieter machten aber entweder von Anfang an einen schlechteren Eindruck oder waren einfach noch teurer. Also testete ich doch einige runde Drummersitze an und blieb dann bei dem Yamaha DS-840 hängen.
Preislich mit 113 Euro ein ganzes Stück günstiger, aber in der von Yamaha bekannten Qualität. Den größten Spaß hatte ich beim ersten “Aufsitzen”, da ich den Sattel gewohnt war und solange den Rückenhalt suchte, bis ich rücklings vom Sitz purzelte. 🙂
Nachdem ich mich genug der Lächerlichkeit preisgegeben hatte, setzte ich mich dann “richtig” auf den DS-840 und musste zu meiner Verwunderung feststellen, dass nicht nur die gewünschte Beinfreiheit vorhanden war, sondern ein bequemes Spielen auch von 2 Stunden und mehr möglich ist. Klar muss man hier in Punkto Bequemlichkeit im Vergleich zum HT530 ein paar Abstriche machen, jedoch nicht so sehr als dass man sich nach einem Gig mit Rücken- oder Gesäßschmerzen auf den Heimweg machen muss. Dies ist keineswegs der Fall. Die Sitzfläche ist sehr gut gepolstert und wird auch bei längeren “Sitzungen” nicht platt gesessen. Bei anderen Herstellern sitzt man da nämlich nach kurzer Zeit auf dem darunter liegenden Brett!
In Punkto Stabilität gleicht das 3-beinige doppelstrebige Unterteil nicht nur dem des HT530; die Beine stehen auch weiter auseinander (kann man auf den Fotos sehen). Dies erhöht noch einmal die Stabilität. In Sachen Gewicht sammelt der DS-840 weitere Pluspunkte, da er leichter und damit auch angenehmer zu transportieren ist.
Die Stuhlhöhe lässt sich durch einfaches Drehen der Sitzfläche einstellen. Die Spanne der Höheneinstellungen gleicht in etwa der des HT530 (46,0 cm bis 65,0 cm).
Ein kleines Manko sind die Schrauben zur Arretierung der Sitzhöhe bzw. Sitzbefestigung des DS-840, da sie sich regelmäßig nach ca. 1 Stunde selbständig lösen. Hier kann man zwar mit Loctite nachhelfen sodass sich das Problem schnell lösen lässt; dieses Problem war mir aber beim HT530 völlig unbekannt. Hier sollte Yamaha nachbessern, eventuell besseres Material einsetzten, da aufgrund des sehr guten Preis-Leistungs-Verhältnisses auch noch 5-10 Euro Luft nach oben wäre.
Nach den Tests habe ich mich dann für den Yamaha DS-840 entschieden da seine Vorteile die Nachteile überwiegen. Der Tama HT530 bleibt weiterhin der bequemste Sitz den ich bisher ausprobieren durfte, ist aber aufgrund seiner Bauart und des hohen Preises der unterlegene Sitz in meinem Test.
Zum Schluß noch eine kurze Zusammenfassung bzw. Gegenüberstellung der beiden Drummersitze:
Yamaha DS-840 Tama HT530
Gewicht: 5,3 kg 7,0kg
Einstellbare Höhe: 46cm – 65 cm 45cm – 64 cm
Sitzform: Rund 330mm Sattel
Unterteil:  dreibeinig/doppelstrebig  dreibeinig/doppelstrebig
Preis 113 Euro 160 Euro
Nachteile:
  • Befestigungs- Arretierungschrauben lösen sich selbständig
  • geringere Beinfreiheit
  • hoher Preis
  • Sattelmaße in Sachen Transport
Vorteile:
  • große Beinfreiheit
  •  sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
  • weite Beine
  • geringes Gewicht
  • sehr bequeme Sitzposition
  • sehr hohe Qualität
  • geringer Wertverlust



Flagge_GB
Hi there,

in this text, I am dealing with two drummer seats, that I was able to test thoroughly. This comparative view is based on my personal experience and can obviously differ from the points of view of my drummer colleagues.

I have intensively tested the following „Thrones“:

Yamaha DS-840

Tama HT530

185350 tama-1st-chair-ht530-wide-rider

 

Initially, I was looking for a seat, that was qualitatively valuable, but did not strain my purse too much. After some tests with my friends from Cream Musik, the Tama HT530 won over, despite the relatively high price of 160 €. Being on the move as drummer for quite some decades, I definitely have always put emphasis on good quality; Tama has always convinced me in that respect. For this, one is surely prepared to spend some additional euros. You can find this already mentioned, „well-known“ quality of Tama products also with the HT530. Let’s start from bottom to the top.

The very stable, 3-legged, double braced bottom with the „Sit Tight-Rocklok“ can easily be moved apart and together. Nothing is squeaking or shaking. The screws can easily be tighten firmly and easily be losened again. Once installed, it seems to be nearly poured-in-place; it stands extremely stable, regardless of the ground it is positioned on.
The „Sit Tight-Rocklok“ allows a very quick setting of the required hight (45,0 cm to 64,0 cm) and is also able to save this setting via programming, in order not to always search for the right position.
The broad and very comfortable saddle of the HT530 is an additional plus. It is a real pleasure to play even longer gigs/ rehearsals sitting on it. I have never sat so comfortably at the drums before. But exactly with this broad saddle I was facing my first problem.

How can I put this thing in a normal hardware case?
The broad saddle does not fit into every hardware bag. You need to find something bigger. Anyway, as I call my own a large case (internal dimensions 140 x 40 x 40 cm), I always put the saddle last on its top and it only just fits! The case could definitely not be narrower than that! Further, I found out, that although my legs were lying very comfortable on the saddle, I rather felt, that it was stopping me when playing quick double-base parts. In order to check this more precise, I slipped forwards on the saddle, which increased the freedom of my legs but which moved the level of comfort towards nil. In fact, it was possible to play quicker parts on my Demon with little effort, sitting in this uncomfortable position. This discovery puzzled me. Hmm…, 160 Euros, very comfortable, but I can not get the optimum out of my Demon. The saddles of other suppliers did either make a bad impression right from the start, or were even more expensive. Thus, I still tested some further round saddles yet and got stuck on the Yamaha DS-840. Regarding the price, it is a great deal cheaper than the above mentioned but is offering the well known Yamaha quality. It was really fun taking a seat for the first time, as I was used to the saddle and in search for the retaining element in the back, I went tumbling down backwards. 🙂

After I held up enough to ridicule, I sat correctly on the DS-840 and was very surprised to find out, that not only the freedom of leg movement was sufficient, but also playing for two hours and more was perfectly possible. In comparison with the HT530 it is clear, that one has to lower one’s sight with regard to comfortableness, but not to the extent that you would return home from a gig with back and backside aches. This is by no means the case! The seating surface is very well cushioned, and even after longer sitting sessions, it is not sat flat. With some providers, in particular after a short time, one is sitting on the board lying underneath!
In terms of stability, the 3-legged, double braced bottom does not only correspond with the HT530; the legs stand more apart from each other (this can be see on the photo). This increases stability even more. In terms of weight the DS-840 is scoring some further points, as it weights less and thus, it is transportable in a more comfortable way.
The seat hight is adjustable just by the simple rotation of the seating surface. The span of the hight setting is approximately similar to the HT530 (46,0 cm till 65,0 cm). A little deficiency are the rear tightening screws for the adjustment of the seat hight of the DS-840, as they always unloose independently after about one hour on a regular basis. In this case, one can help indeed by using Loctite and the problem can quickly be solved; with the HT530 though, this problem was completely unknown to me. Yamaha should improve here, maybe use better material, as there would still be room for 5-10 Euros more due to the very good cost-benefit ration of this product.

After the tests, I decided in favor of the Yamaha DS-840, as the advantages exceed the disadvantages. The Tama HT530 still remains the most comfortable seat I was able to test so far, but due to his construction type and the expensive price, it is the inferior one of my tested seats.

Finally you find a summary of or a comparison between the two drummer seats:

 Yamaha DS-840  Tama HT530
 Weight:  5,3 kg  7,0kg
 Adjustable Hight:  46cm – 65 cm  45cm – 64 cm
 Seat form:  round 330 mm  saddle
 Bottom part:  3-legged, double braced  3-legged, double braced
 Price:  113 Euro  160 Euro
 Disadvantages:
  • rear tightening screws for adjustment unloose independently
  • small leg space
  • high Price
  • saddle dimensions for Transportation
 Advantages:
  • large leg space
  • very good cost-benefit Ratio
  • small weight
  • wide legs
  • very comfortable sitting position
  • very high quality
  • very little loss of value
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